Nach 1990 ist Polens Territorialstruktur reformiert worden, was in zwei Etappen erfolgte. 1990 wurden die 1975 aufgehobenen Einheiten der territorialen Selbstverwaltung, also die Gemeinden, wieder eingeführt. In der zweiten Etappe hat man 1998 die Zahl der Woiwodschaften von 49 auf 16 verringert und Kreise als Ebene der territorialen Selbstverwaltung zwischen der Gemeinde und der Woiwodschaft eingeführt. Gleichzeitig hat man einen Teil der Programme und Aufgaben der Zentralverwaltung dezentralisiert und den Selbstverwaltungen übertragen.
Zu den größten Städten Polens gehören Warszawa /Warschau/, Lódź, Kraków /Krakau/, Wrocław /Breslau/, Poznań /Posen/, Gdańsk /Danzig/, Szczecin /Stettin/, Bydgoszcz /Bromberg/, Katowice /Kattowitz/ und Lublin. Die wichtigsten geographischen Regionen sind: Pomorze /Pommern/, Mazury /Masuren/, Wielkopolska /Großpolen/, Mazowsze /Masowien/, Podlasie /Podlachien/, Śląsk /Schlesien/, Małopolska /Kleinpolen/ und Podkarpacie /Vorkarpatenland/.
Nach 1990 entstanden entlang der Grenzen Polens 13 Euroregionen. Das sind Gebiete grenzübergreifender Zusammenarbeit, die auf Verträgen zwischen territorialen und regionalen Selbstverwaltungen basiert. Die Euroregionen sollen zur Entwicklung nachbarschaftlicher Kontakte beitragen, die wirtschaftliche Entwicklung, den Ausbau der Infrastruktur, den Umweltschutz, den Tourismus sowie Bildung und Kultur fördern. Ausgewählte Euroregionen sind Pomerania (Polen, Deutschland, Schweden), Neiße (Polen, Tschechien und Deutschland) und die Euroregion der Karpaten Karpacki (Polen, Ukraine, Ungarn, Slowakei, Rumänien).



