PL EN DE FR ES RU
  
Tourismus Geographie Geschichte Gesellschaft Wirtschaft Kultur, Wissenschaft und Medien
  


Radio Polonia

 
Live-Stream!

Untitled Document Musik

KLASSIK

Die polnische klassische Musik ist in hohem Maße durch die Tradition der Romantik geprägt worden. Ihr Vorläufer war Frédéric Chopin (1810-1849) - viele seiner Werke verknüpften die romantische Eigentümlichkeit mit der polnischen Folklore. Dies setzte Stanislaw Moniuszko (1819-1852), Autor polnischer Nationalopern und zahlreicher Lieder fort, die heute im Rahmen des Moniuszko-Festivals in Kudowa-Zdrój vorgetragen werden. Die Chopinsche Tradition ist auch in der polnischen Klaviermusik erkennbar. Die großen Klaviervirtuosen- Józef Hoffmann, Artur Rubinstein oder Ignacy Jan Paderewski - spielten die Werke Chopins mit besonderer Vorliebe.

In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen wurden mehrere internationale Musikwettbewerbe initiiert, darunter einer der ältesten Violinenwettbewerbe, der nach dem Violinenvirtuosen, Henryk Wieniawski benannt wurde (Poznan, seit 1935), der Frédéric Chopin - Klavierwettbewerb (Warschau, seit 1927), bei dem u.a. Dmitrij Schostakowitsch, Janusz Olejniczak und Krystian Zimerman debütierten. Zu den berühmtesten Komponisten gehörte damals Karol Szymanowski (1882-1937), dessen emotionale Musik häufig folkloristische Elemente enthielt (u.a. das Ballett Die Tatraräuber) und die in letzter Zeit, dank dem Engagement von Sir Simone Rattle, des Dirigenten der Berliner Philharmoniker in Europa populär wurde (u.a. Aufnahmen für EMI).

Nach dem 2. Weltkrieg waren polnische Komponisten starkem Druck ausgesetzt und mussten häufig Musik zu den verschiedensten politischen Anlässen schreiben. Einige von ihnen gingen ins Exil (Roman Palester, Andrzej Panufnik, Roman Maciejewski), andere, die sich dem System nicht unterordnen wollten, flüchteten in die Folklore bzw. zu Idealen der absoluten Musik. So entstanden wertvolle, politisch unabhängige Werke (I. Sinfonie Lutoslawskis, Werke von Grazyna Bacewicz und Boleslaw Szabelski). Die Situation hat sich im Zusammenhang mit dem politischen "Tauwetter" nach 1956 glücklicherweise verändert und die Polen haben sich in der neuen künstlerischen Realität schnell zurechtgefunden. Innerhalb kürzester Zeit entstanden Werke, die zur Erweiterung der in Europa populären Werke beitrugen, worunter diejenigen von Tadeusz Baird und Kazimierz Serocki hervorzuheben sind. Beide gründeten 1956 das bis heute existierende jährliche Internationale Festival der Modernen Musik Warschauer Herbst, das zu den wichtigsten Ereignissen dieser Art in Europa zählt.

  kliknij aby powiêkszyæ  
Witold Lutos³awski

Genauso schnell entstanden revolutionäre, mit der sog. Sonorität verbundene ästhetische Ideen, diese Musik entstand ausschließlich auf der Basis der Klangfülle der Laute. Als Vorläufer der Sonorität gilt Krzysztof Penderecki (1933), der die Musik Europas in völlig neue Bahnen lenkte. Der Avantgardismus Pendereckis war zuerst schockierend. Skrupellos verwendete er verschiedene Klänge und Geräusche aus dem Grenzgebiet der Kunst und des Lebens (Fluoreszenzen). Witold Lutoslawski (1913-1994) widmete sich hingegen der Problematik der Perfektion der Form und der Raffinesse des Klangs. Seine Musik ist vielschichtig, reich und innerlich differenziert. Sie verzaubert durch den diskreten Reiz der Klangkonstellationen, obwohl sie auch in keinster Weise einer gewissen Dramatik entbehrt (III. und IV. Sinfonie, Klavierkonzert).

Als Hauptvertreter der avantgardistischen Musik galt ebenfalls Wojciech Kilar (1932), der heute vorwiegend Filmmusik schreibt (siehe S. 39). Er komponierte u.a. Werke für Orchester, wie: Riff 62 (1962), Generique (1963) und Diphtongos (1964). Zu den populärsten Werken der damaligen Zeit zählt das sinfonische Poem Krzesany (1974), in dem Kilar seine Faszination für die sog. minimal music, die sich durch Sparsamkeit der Form und der Inhalte charakterisiert, zum Ausdruck bringt. Das Werk wurde berühmt und wird immer wieder gern gehört und gespielt. Kilars musikalische Werkstatt hat sich bis zum heutigen Tag kaum verändert. Er bedient sich einer abgerundeten Musiksprache, die beim Hörer starke Emotionen hervorruft. Dies betrifft sowohl die an die Volksmusik anknüpfenden (vor allem an die Folklore des Tatravolkes), seine national-religiösen Werke als auch seine Filmmusik.

  kliknij aby powiêkszyæ  
Henryk Miko³aj Górecki

Um dem Publikum näher zu kommen, wandte sich Henryk Mikolaj Górecki (1933) in seinen Werken von der Avantgarde ab. Górecki, der im jüngeren Alter als kompromisslos galt, entwickelte sich nach und nach zu einem Mystiker, wofür seine 1976 komponierte III. Sinfonie das beste Beispiel ist. Einige Jahre später trug eine Aufnahme der Sinfonie durch die amerikanische Firma Elektra Nonesuch zur unglaublichen Karriere dieses Werkes in den Medien bei. Die Sinfonie wurde von der amerikanischen Sängerin Dawn Upshaw und dem Musikensemble London Sinfonietta aufgeführt, kam auf amerikanische und englische Hitlisten. In Großbritannien war sie das fünftbeste Musikwerk des Jahres 1993. Auf Wunsch der Zuhörer spielte der englische Radiosender Classic FM fast ununterbrochen Fragmente der III. Sinfonie. Sie fand Anklang sowohl bei Musikliebhabern als auch bei Menschen, die sonst mit klassischer Musik nichts anzufangen wissen, bei Jugendlichen und bei Fernfahrern. Góreckis einfache und zugleich leidenschaftliche Musik, kam bei allen an, da sie eine Welt elementarster Emotionen freizulegen vermochte.

Nach der Abschiednahme von der Avantgarde wandten sich viele Komponisten den traditionellen Idealen zu. Dies war insbesondere im Schaffen von Pawel Szymanski und Pawel Mykietyn sichtbar. Ihre Werke knüpfen, ohne jedwede Nachahmungsversuche, an die Stilistik des Klassizismus, der Romantik und des Barocks an. Der Kernpunkt dieser ästhetischen Haltung bestand im Versuch, neue Bedeutungen der klassischen Kunst im Kontext der modernen Kultur zu entdecken. Beide Künstler gelten als Vertreter der musikalischen Postmoderne.

Der Dialog mit der Tradition ist auch in den letzten Werken Pendereckis sichtbar, der direkt auf kulturelle Archetypen zurückgreift. Davon zeugen seine Oratorien und Opern (Die Teufel von Loudun, Das verlorene Paradies, Schwarze Maske), die das Herzstück der polnischen Opern bilden.

Erwähnenswert sind die kürzlich stattgefundenen Premieren des Ignoranten und Wahnsinnigen von Mykietyn, des Balthasars von Zygmunt Krauze (wohnhaft in Paris) und der Antigone von Bernadetta Matuszczak. Die Regie der modernen polnischen Bühnenwerke und der klassischen Opern übernehmen die berühmtesten Spielleiter, u.a. Mariusz Trelinski, Ryszard Peryt und Krzysztof Nazar. Große Gesangs- und Instrumentalwerke sind jährlich beim Festival Wratislavia Cantans zu Gast: gregorianische Choräle, Gospel & Negro Spirituals, Klassik und Avantgarde. Alle in der hervorragenden Ausführung weltberühmter Orchester, Chöre, Ensembles und Solisten, unter der Leitung solcher Dirigenten, wie Antoni Wit, Kazimierz Kord, Jacek Kaspszyk, Tadeusz Strugala. Jerzy Maksymiuk - einer der interessantesten polnischen Dirigenten, der bisher unbekannte Repertoirevorschläge bevorzugt, konzertiert meistens im Ausland. Er dirigierte u.a. eines der weltweit besten Orchester - BBC Scottish Symphony Orchestra in Glasgow, wo er den Titel des Dirigenten-Laureaten dieses Orchesters erhielt.

Zu den berühmtesten Bühnensängern zählen Teresa Zylis-Gara, Ewa Podles, Kira Boreczko, Wieslaw Ochman und Romuald Tesarowicz. Viele von ihnen leben im Ausland, ähnlich wie die Komponisten Zygmunt Krauze und Hanna Kulenty, der Violinist Bartlomiej Niziol, die Cembalistin Elzbieta Chojnacka, die Pianisten Krystian Zimerman und Piotr Anderszewski. Ihr Repertoire ist ein Beweis dafür, dass sie mit dem polnischen kulturellen Erbe fest verbunden sind.

JAZZ, POP, ROCK

Was ist für die moderne Unterhaltungsmusik charakteristisch? Sie wird heutzutage nicht von den Regeln der Kunst, sondern von den Marktgesetzen regiert. Sie wurde zu einem gigantischen Industriezweig, wo sehr spezifische Grundsätze gelten. Neben weltbekannten Plattenkonzernen gibt es jedoch auch kleine Studios, die solche Musik aufnehmen, die keines Medienlärms bedarf. Diese Musik wird als Klub- oder Nischenmusik bezeichnet. Dank diesen Nischen gewinnt das Bild der Popkultur eine ungewöhnliche Farbenpracht und Vielfalt, an der auch polnische Künstler einen Anteil haben.

Eine Plattenaufnahme ist heutzutage nichts besonderes, CD's sind inzwischen überall erhältlich. Wodurch unterscheiden sich also auf diesem riesengroßen Musikmarkt die Polen, was macht ihre Originalität aus? Was entscheidet darüber, dass eine polnische Aufnahme von einem amerikanischen, französischen oder japanischen Musikliebhaber erworben wird und dass das Publikum Hamburgs, Londons oder Moskaus einem Konzert polnischer Künstler lauscht?

Die Nachkriegsgeschichte der polnischen Unterhaltungsmusik stand unterm Zeichen des Jazz. So war es bis 1950. Dann betrachteten die kommunistischen Machthaber den Jazz als einen Ausdruck der Sympathie für feindliche Ideologien. Kurz danach wurde er offiziell verpönt, abgelehnt und einfach verboten. Erst die 2.Hälfte der 50er Jahre, die Zeit des "ideologischen Tauwetters" brachte die ersten Anzeichen künstlerischer Freiheit mit sich. 1956 veranstalteten Jazz-Enthusiasten unter der Leitung des aufbegehrenden Schriftstellers Leopold Tyrmand (später im Exil) das erste polnische internationale Jazz-Festival, das heute Jazz Jamboree heißt und auf die längste Geschichte in Europa zurückblicken kann.

Zu Pionieren der polnischen Jazzszene gehörte Krzysztof Komeda (1931-1969), vom Beruf Arzt, vom Herzen aus Pianist und Komponist. Er war musikalischer Leiter vieler Gruppen, Autor unzähliger Jazzwerke und einer der originellsten Schöpfer der Filmmusik der 60er Jahre. (siehe S. 39).

  kliknij aby powiêkszyæ  
Urszula Dudziak

In den 60er Jahren wies die kulturelle Landschaft Polens eine große Anzahl von Künstlern auf, die sich persönlich zu profilieren suchten. In dieser Zeit debütierten junge Künstler, die ihren eigenen Platz in der Literatur, im Film, im Theater, in der bildenden Kunst, in der Unterhaltungsmusik und im Jazz finden wollten. Dies galt nicht für Polen allein, sie wollten auch auf internationaler Ebene, weltweit erscheinen. Am sichtbarsten machen dies die Lebenswege des Violinisten, Jazzmanns und Komponisten Michal Urbaniak, der Sängerin Urszula Dudziak, des Pianisten Adam Makowicz, des Trompeters Tomasz Stanko, des Saxophonisten Jan "Ptaszyn" Wróblewski und des Pianisten, Trompeters und Posaunisten Andrzej Kurylewicz . Ihre Karriere begann in den sechziger, ihren künstlerischer Aufschwung erlebten sie in den siebziger Jahren. In der heutigen vielfältigen Landschaft der Stile, Moden und Trends ist ihre Musik ein Werk ausgeuferter Individualisten und in der Künstlerwelt anerkannter Autoritäten.

Von den polnischen Jazzmusikern ist heute der Name Michal Urbaniak (1943) am bekanntesten. In Polen und im Ausland sind über 1,5 Millionen seiner Platten erschienen. Sein Name ist auch auf den Covers zahlreicher Platten zu sehen, die er mit den Weltbesten des Jazz aufgenommen hat, u.a. mit Marcus Miller, Georg Benson, Billy Cobham, Ron Carter, Joe Zawinul, Wayne Shorter, Stéphan Grappelli und Miles Davis. Seine Offenheit gegenüber allem Neuen, seine Fähigkeit, den Jazz mit Rock, den Hip Hopp mit Jazz zu verbinden, ist verblüffend. Sogar seine Violine hat einen anderen Klang - für die Abwechslung der Töne bedient er sich der Möglichkeiten der Elektronik, er vermag es, den Klang der Violine dem des Saxophons oder dem der menschlichen Stimme anzugleichen.

Die Stimme von Urszula Dudziak (1943) gehört zweifelsohne zu den interessantesten Instrumenten des modernen Jazz. 1958 wurde sie Solistin in der Gruppe von Krzysztof Komeda. Einige Jahre später verzichtete sie auf den konventionellen Jazzgesang zugunsten elektronischer Stimmumwandler. Sie führte dadurch einen neuen Stil im Jazzgesang ein, worin sie übrigens bis heute außer Konkurrenz ist. Ihr stimmliches Volumen, Klangfarbe, Gesangstechnik und -gewandtheit sind imposant, was sie in dem Megahit Papaya bewiesen hat.

Weltberühmter Jazz-Pianist ist Adam Makowicz (1940). Seine Interpretationen der Werke von George Gershwin haben nicht nur das amerikanische Publikum begeistert. Er erhielt vom Bruder des Komponisten, Ira, die persönliche Genehmigung, die Musik Gershwins individuell zu interpretieren. In seiner Spielweise spiegelt sich beinahe die gesamte Geschichte des Klaviers im Dienste des Jazz wider: der Reiz des Swingens Teddy Wilsons, die Fingerfertigkeit Art Tatums, die derbe Gutmütigkeit Errol Garners und die Eleganz Oscar Petersons. Er ist schroffer als Keith Jarret und jazziger als Chick Corea. All dies, gewürzt mit technischer Virtuosität, improvisatorischer Eloquenz und Chopinschem Slawentum lässt ein einzigartiges musikalisches Bild entstehen und wird zu einer Klavierkunst, die den besten Konzertsälen der Welt zu Hause ist.

  kliknij aby powiêkszyæ  
Tomasz Stañko

Tomasz Stanko (1942): Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2000 und European Jazz Prize 2002, ist seit 30 Jahren europäischer Trompeter Number 1. 1962 gründete er zusammen mit Adam Makowicz das Quartett Jazz Darings. Es war wahrscheinlich die erste europäische Free Jazz spielende Gruppe, der es gelungen ist, die Sprache Ornette Colemans in eine eigene zu transformieren (so ein deutscher Kritiker). Bald danach betrat Stanko einen schwierigen, jedoch selbständigen Weg und erreichte das, was für die Größten charakteristisch ist: poetische Unberechenbarkeit und spasmische Expression. Er scheint ein würdiger Thronfolger von Miles Davis zu sein, insbesondere nach seinen Auftritten in den USA, im November 2002, wo er vom Publikum begeistert gefeiert wurde.

Internationaler Berühmtheit erfreut sich auch der Saxophonist Zbigniew Namyslowski (1939), eine der schöpferischsten Persönlichkeiten der europäischen Jazzszene. Er war de erste polnische Musiker, der eine Platte im Ausland aufgenommen hat: Lola (1967/Decca). Diese Tatsache wurde in der Umfrage von "Down Beat" verzeichnet (1. Platz in der Kategorie "Anerkennungswürdiges Talent"). Er schreibt Filmmusik, komponiert sein eigenes Konzert- und Plattenrepertoire und Jazzthemen, in die er bereits in den 70er Jahren Motive der polnischen Folklore eingebunden hat.

Viel zu früh verstarb der Saxophonist und Violinist Zbigniew Seifert (1946-1979), der 1967-1973 mit dem Quintett von Tomasz Stanko zusammengearbeitet hat. Später konzertierte er und machte Plattenaufnahmen im Ausland, meistens in der BRD, mit den Gruppen von Albert Mangelsdorff, Chris Hinze, Charli Mariano, mit Free Sound und mit Joachim Kühn und McCoy Tyner. 1976 nahm er seine erste Platte Man of the Light auf, die ihn weltberühmt machte. Eine plötzliche Krankheit unterbrach jedoch alle seine musikalischen Zukunftspläne. Mit der Gruppe hervorragender amerikanischer Jazzer, u.a. mit John Scofield, Eddi Gomez und Jack DeJohnette nahm er seine zwanzigste und letzte Platte Passion auf, die bis heute mit einem originellen Ausdruck der Violine begeistert.

Der polnische Jazz, der sich einer universellen musikalischen Sprache bediente, fand schnell und effektvoll einen weltweit exponierten Platz. Um die geographischen Grenzen zu durchbrechen galt es, auch die sprachliche Barriere zu überwinden. Dies geschah erst um die Wende der 80er und 90er Jahre, als auf dem polnischen Musikmarkt die Filialen internationaler Plattenstudios eine bedeutende Rolle zu spielen begannen.

  kliknij aby powiêkszyæ  
Basia

In die schwierige und für Ausländer eher unzugängliche britische Musikszene hat es Barbara Trzetrzelewska (1954) Mitte der 80er Jahre mit einem erfolgreichen Debüt geschafft. Hingegen haben die Amerikaner als erste, ihre manchmal swingenden, jedoch mehr mit brasilianischen Rhythmen beschwingten Lieder akzeptiert. Die heute als Basia bekannte Sängerin und Jazzvokalistin, Komponistin und Textautorin begann ihre Karriere mit einem Recital am Broadway. Von diesem Künstlertempel gelangt man später meistens direkt in die entferntesten Winkel der Welt, erobert die Hitlisten und jede Platte wird mit Gold oder Platin überzogen. Das gelang auch Basia.

Am erfolglosesten auf der internationalen Szene war der polnische Rock. Er kann auch kaum mit den britischen Giganten konkurrieren. Im letzten Jahrzehnt hat sich die Situation jedoch ein wenig verändert. Die englische Version der CD der Gruppe Myslovitz wurde auf Konzerten dieser Gruppe in London promoted. Bemerkt wurde die charmante Bühnenwirkung der Gruppe: sie erhielt den Preis MTV European Music Award 2002 in der Kategorie The Best Polish Act, die, was hervorzuheben ist, erst vor drei Jahren eingeführt wurde.

Die Deathmetal-Group Vader ist eine der wenigen polnischen weltweit bekannten und anerkannten Gruppen dieser Richtung des Rocks. Sie entstand 1985, fünf Jahre später begann ihr von der deutschen Firma Earache Rec geförderter internationaler Aufstieg. Seit 1993 konzertiert die Gruppe auf den bedeutendsten polnischen und auf wichtigen Rockveranstaltungen im Ausland: in Europa, Japan, USA und Kanada. Die meisten Aufnahmen der Gruppe werden in Europa und Japan vertrieben.

  kliknij aby powiêkszyæ  
Cracow Klezmer Band

Liebhabern origineller Klänge kann man mit reinem Gewissen die Cracow Klezmer Band empfehlen - ein ungewöhnliches Quartett junger Virtuosen (Akkordeon, Violine, Klarinette, Kontrabass, Schlagzeug). Dynamische Kompositionen und neuartige Arrangements machten die Band zu einer der interessantesten Erscheinungen der wieder auflebenden jüdischen Musik. Die Formation beschränkt sich nicht allein auf jüdische Musik, sie assimiliert Elemente traditioneller arabischer, slawischer, Balkan- und Zigeunermusik. Sie konzertierte u.a. mit Brave Old World, Anthony Coleman & Sephardic Tinge, The Klezmatics und Dave Krakauer Klezmer Madness. Die Musik der The Cracow Klezmer Band bezauberte selbst John Zorn, einen der kreativsten Künstler der heutigen Musikszene. In seinem berühmten New Yorker Aufnahmestudio TZADIK erschien 2000 die erste CD der Band De Profundis und ein Jahr später - The Warriors.

Im Ausland sind immer häufiger CD's erhältlich, die von unabhängigen Studios produziert werden und die weltweit als trendy geltende ethnische Musik promoten. Liebhabern der ethnischen Folkmusik sind die Aufnahmen der Band Trebunie Tutki zu empfehlen. Die Familienband aus dem in der Tatra liegenden Ort Bialy Dunajec blickt auf eine fast 100-jährige Tradition zurück. Ihre professionelle Karriere begann 1991 mit einem gemeinsamen Konzert mit der legendären Band roots-reggae Twinkle Brothers aus Jamaika. Die zusammen aufgenommene CD Im Sherwood gilt als eines der besten Alben der world music, die während der 10 Jahre des Bestehens von World Music Charts Europe erschien, der Organisation von Radioproduzenten aus 11 Ländern, die der Europäischen Radiounion angehören (European Broadcasting Union EBU). Ähnlicher Popularität erfreut sich das Album Best Dub/Greatest Hits. Die magischen Klänge der Violine, die verzaubernden Melodien und Rhythmen des vielseitigen Norman Grant, lassen eine ungewöhnliche Verbindung zweier Musikkulturen entstehen.

Kennenlernenswert ist auch die Musik von De Press, einer 1980 in Oslo von Andrzej Dziubek und den Musikern aus Norwegen, Jorn Christensen und Olo Smortheim gegründeten Folk-Punk-Band. Ihr Repertoire besteht aus von polnischer Tatrafolklore inspirierten Liedern, die mit Rhythmen der Punk-, Hardcore- und Ska Musik verbunden werden. Mit De Press arbeiten Musiker aus Schweden, Weißrussland und Russland zusammen.

Würde man die Autoren der Filmmusik nicht nennen, wäre das Bild der polnischen Unterhaltungsmusik unvollkommen. Ihre Leistung wird schon seit Jahren anerkannt, was die zahlreichen internationalen Preise bestätigen. Nach Bronislaw Kapera hat in den 50er Jahren der bereits verstorbene Henryk Wars Hollywood erobert. Die glamouröse Hollywood-Karriere Krzysztof Komedas ist in den 60er Jahren durch einen tragischen Unfall jäh abgebrochen worden. Gegenwärtig gehören Jan A.P. Kaczmarek, Wojciech Kilar und Zbigniew Preisner zu den bekanntesten, zum Erfolg des amerikanischern und europäischen Kinos beitragenden Autoren der Filmmusik.


Bedeutende Werke von Henryk Mikolaj Górecki:

1958 Epitaphium für Chor und Orchester
1959 I. Sinfonie "1959" für Geigenorchester und Schlagzeug
1962 Genesis - Elementi per tre archi
1971 Ad Matrem für Sopran, Chor und Orchester
1972 II. Kopernikus- Sinfonie für Sopran, Bariton, Chor und Orchester
1974 Amen für Chor a cappella
1976 III. Sinfonie der Trauerlieder für Sopran und Orchester
1980 Mazurkas für Klavier
1982 Wiegenlieder und Tänze für Geige und Klavier
1987 Totus Tuus für Chor a cappella
1988 I. Violinenquartett "Es dämmert bereits"
1991 II. Violinenquartett "Quasi una fantasia"
1992 Konzert für Flöte
1993 Du Heiliger Geist, komme für Chor a cappella

 


Bedeutende Werke von Krzysztof Penderecki:

1958 Davids Psalmen für Chor, Streichinstrumente und Schlagzeug
1959 Emanationen für zwei Streichorchester
1960 Klagelied für die Opfer von Hiroshima für 52 Streichinstrumente
1962 Fluoreszenzen für ein großes Sinfonieorchester
1965 Lukaspassion für Solostimmen, Rezitator, vier Chöre und Orchester
1970 Kosmogonie für Solostimmen, Rezitator, zwei Chöre und Orchester
1971 Matutina für Solostimmen, zwei Chöre und Orchester
1974 Magnificat für Bass solo, Gesangsgruppe, drei Chöre und Orchester
1977 Concerto per violino ed orchestra No. 1
1978 Das verlorene Paradies nach J. Milton
1986 Schwarze Maske Oper in einem Akt
1980 Te Deum für Solostimmen, zwei Chöre und Orchester
1980 II. Weihnachtsabendsinfonie für ein Sinfonieorchester
1984 Polnisches Requiem für Solostimmen, zwei Chöre und Orchester
1991 König Ubu Buffo-Oper nach A. Jarry
1992 V. Sinfonie "Korea" für ein Sinfonieorchester
1996 Sieben Tore Jerusalems für Solostimmen, Rezitator, drei Chöre und Orchester
1998 Credo für Solostimmen, Chor und Orchester

 

Musikalisches Allerlei

  • Die weltweit längste Sinfonie ist das Sinfonie-Konzert Boguslaw Schaeffers, sie entstand 1997 und dauert über 2 Stunden. Dieses Werk distanzierte den bisherigen Leader in diesem Bereich - die I. Sinfonie Havergal Brians (1931). Schaeffer ist (besonders im deutschsprachigen Raum) auch als Musiktheoretiker und -historiker der Gegenwartsmusik und Autor humorvoller Dramen (u.a. Szenarium für drei Schauspiel) bekannt.
  • Polnische Pianisten weisen mitunter besondere Fähigkeiten auf. Ignacy Jan Paderewski, wagte es, bereits als berühmter Musiker, 1919 das Amt des ersten Präsidenten der unabhängigen Polnischen Republik zu übernehmen. Artur Rubinstein und Mieczyslaw Horszowski konzertierten noch im Alter von fast 100 Jahren. Józef Hofman erfand den Scheibenwischer und die Büroklammer und Janusz Olejniczak verkörperte Chopin im Film Andrzej Zulawskis La note bleue.
  • Den Verkaufsrekord einer einzelnen CD-Auflage mit einem Gegenwartswerk (klassische Musik) - über eine Mio. Exemplare - schaffte die III. Sinfonie H.M. Góreckis /Hrsg.: Elektra Nonesuch/.
  • Ende der 50er Jahre schickte Krzysztof Penderecki zu einem Musikwettbewerb drei Kompositionen, obwohl nur eine zugelassen war. Um seine Gewinnchancen zu erhöhen (es ging um ein Auslandsstipendium), schrieb er die erste mit der linken Hand, die zweite mit der rechten und die dritte ließ er von einer anderen Person abschreiben. Ausgezeichnet wurden alle drei: eine mit dem ersten und zwei mit dem zweiten Preis.

Sinfonia Varsovia

  kliknij aby powiêkszyæ  
Krzysztof Penderecki

Krzysztof Penderecki ist musikalischer Leiter des 1984 aus dem Polnischen Kammerorchester entstandenen Orchesters Sinfonia Varsovia, das als eines der weltweit besten Orchester gilt. Der erste ständige Gastdirigent der Sinfonia war Yehudi Menuhin, gegenwärtig ist es José Cura. Mit ihrem beinahe unbegrenzten Repertoire konzertiert Sinfonia Varsovia in der ganzen Welt unter der Leitung bester Dirigenten (Mscislaw Rostropowicz, Jerzy Maksymiuk) und mit den berühmtesten Künstlern (José Carreras, Placido Domingo, Andreas Vollenweider).

Jung und schön

  kliknij aby powiêkszyæ  
Anna Maria Jopek

Die CD's zweier Stars der jüngsten Generation der polnischen Sängerinnen: Edyta Górniak (1972) und Anna Maria Jopek (1970), die weltweit vertrieben werden, gelangen in die Phonotheken der Musikliebhaber der ganzen Welt. Die Entscheidung, die schönen und talentierten Künstlerinnen der gesamten Welt vorzustellen, trafen westliche Manager (u.a. Jim Beach, der seit Jahren Queen betreut). Edyta Górniak gewann den 2. Platz beim Eurovision-Konzert in Dublin (1994) und war Partnerin von José Carreras bei einem Wohltätigkeitskonzert. Englische und deutsche Medien bezeichneten sie als die größte Entdeckung des letzten Jahrzehnts. Sie hat das Charisma, künftig den Platz von Lisa Minelli oder Whitney Houston einzunehmen: exotisches Aussehen, hervorragende Stimme und großes Talent. Anna Maria Jopek erhielt für ihr vokalistisches Talent einen Preis direkt von Michel Legrand und Pat Metheny wählte sie als Partnerin für seine Jazzaufnahmen. Der persönliche Reiz, die jazzige Seele und die Sanftmut der Künstlerin harmonieren effektvoll mit dem Klang der Gitarre Methenys.

Polnische Komponisten der Filmmusik mit größtem internationalen Renommee

Wojciech Kilar - Pianist (2002), Death and the Maiden (1994), Regie: R. Polanski; The Portrait of a Lady (1996), Regie: J. Campion; Bram Stoker's Dracula (1992), Regie: F.F. Coppola
Zbigniew Preisner - Drei Farben (1993-4), Das doppelte Leben der Veronika (1991), Regie: K. Kieslowski; Secret Garden (1993), Regie: A. Holland; Damage (1992), Regie: L. Malle - Drei Farben (1993-4), Das doppelte Leben der Veronika (1991), Regie: K. Kieslowski; Secret Garden (1993), Regie: A. Holland; Damage (1992), Regie: L. Malle
Jan A.P. Kaczmarek - Unfaihtful (2001), Regie: A. Lyne; Bliss (1997), Regie: L. Young; Washington Square (1997), Regie: A. Holland
Michal Lorenc - Bandit (1997), Regie: M. Dejczer; Exit in Red (1996), Regie: Y. Bogayewicz; Blood and Wine (1996), Regie: B. Rafelson
Krzysztof Komeda - Messer im Wasser (1961); Cul-de-sac (1966), Rosemary's Baby (1968), Regie: R. Polanski; Kattorna (1965), Regie: H. Carlsen
Bronislaw Kaper - Musik für über 150 Filme; Oscar-Preisträger (Lili, 1953, Regie: Ch. Walters); Komponist berühmter Jazzthemen (u.a. Green Dolphin Street und You Are All I Need)


Tourismus
Polen für Anfänger
Polen im Bild
Landkarten
Nationalparks und Kurorte
Aktive Erholung
Informationsstellen für Touristen
Polen im Bild
Polnische Kultur
Polnische Feste
Berühmte Polen
Schöne Orte und Landschaften
Land und Leute
Regionen
Bilder der Polnischen Tourismusorganisation
Landkarten
Europakarten
Karten von Polen
Nationalparks und Kurorte
Nationalparks
Kurorte
Aktive Erholung
Aktiv
Businessführer
Allgemeines
Praktisches für Geschäftsleute
„Weiche” Aspekte einer Geschäftstätigkeit in Polen
Politik
Recht
Außenhandel
Informationen zur Wirtschaft

5 Schritte, wie man Geschãfte in Polen macht
Warum Polen?
Regelungen prüfen
Finanzierung sichern
Geschäftspartner finden
  nach Region
  nach Branche
Hotline – Hilfe für Investoren

NBP
Wechselkurse
Währungsumrechnung
Grundlegende Wirtschaftszahlen
Õkonomische und wirtschaftliche Think Tanks
Edu@resources in Polen

Polens Geschichte – Kurzfassung
Urzeit bis frühes Mittelalter
Mittelalter
Neuzeit
19. Jh.: Nation ohne Staat
20. Jh.: Von der Knechtschaft in die Knechtschaft
20. Jh.: Polen unter sowjetischer Herrschaft
Die III. Republik Polen
Territorium und Bevölkerung
Territorium
Klima
Umwelt
Bevölkerung
Regionen
Verfassung
Staatliche Institutionen
Gesellschaft
Historische Gestalten
Berühmte Polen
Nobelpreisträger
Bildende Kunst
Wissenschaft
Film und Theater
Musik
Literatur
Sportler und Entdecker
Persönlichkeiten
Auslandsbeziehungen
Polen und die Welt
Polen in der EU
Berühmte Polen
Font vergrößern Home .  Sitemap .  Kontakt
Copyright ©  
Mf AA Alle Rechte vorbehalten 2002-
serwisy internetowe, intranet, multimedia, aplikacje mobilne
 Dla webmastera
Dla webmastera Regionów
Gemius - lider w badaniach Internetu