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JULIA HARTWIG
Julia Hartwig (geb. 1921) - Dichterin, Essayistin, Übersetzerin und Kinderbuchautorin.
Sie studierte an der Warschauer Universität, an der Krakauer Jagiellonen-Universität
und in Paris. Von ihr stammen die Reportagen "Von nahen Reisen" (1954) und einige
Dutzend Poesiesammlungen. Sie übersetzte u. a. Werke von Apollinaire, Rimbaud,
Max Jacob, Cendrars und Supervielle und veröffentlichte eine Monographie von
Apollinaire und Gérard de Nerval. Hartwig übertrug auch Werke aus dem Englischen.
Besonders hervorzuheben ist hier die 1992 veröffentlichte ausführliche Anthologie
"...Ich besinge den modernen Menschen. Anthologie amerikanischer Poesie", die
sie mit dem bereits verstorbenen Dichter Artur Miêdzyrzecki vorbereitete, der
Hartwigs Ehemann war. Zu ihren Poesiesammlungen gehören u. a. "Abschiede" (1956),
"Freie Hände" (1969), "Wachen" (1978), "Umgang" (1987), "Zärtlichkeit" (1992),
"Gesehen" (1999) und "Es gibt keine Antwort" (2001). Die mit Artur Miêdzyrzecki
verfassten Kinderbücher machten sie berühmt. Jeder Pole kennt "Ja¶ i Ma³gosia
/ Hänsel und Gretel" (1961), "Die Abenteuer einer Walderdbeere" (1961) und "Tomcio
Paluch" (1962). Zu ihren zahlreichen Auszeichnungen gehören der Preis der A.-Jurzykowski-Stiftung,
der vom Übersetzungszentrum der Columbia University vergebene Thornton Wilder
Prize und der österreichische Georg-Trakl-Preis.
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