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Alterstruktur

 

Seit einigen Jahren steigt die Lebenserwartung in Polen und die diesbezüglichen Prognosen klingen ziemlich optimistisch. Die Lebenserwartung beträgt bei Männern 69 Jahre und soll 2025 auf 74 Jahre steigen, bei Frauen von 78 auf 81 Jahre. 1956 lebten Männer 56 und Frauen 61,6 Jahre. Das Durchschnittsalter in Polen liegt bei 35 Jahren (Frauen 37 , Männer 33 Jahre).


Altersstruktur in Polen:

56,2 % sind unter 40 Jahre

24,1 % bis 17 Jahre

11,8 % sind 18-24 Jahre

20,3 % sind 25-39 Jahre


Lebenserwartung nach Altersgruppen:

27,1 % werden 40-59 Jahre

16,7 % über 60 Jahre

14,7 % wurden 60-79 Jahre

2 % 80 Jahre oder älter

Die Polinnen leben kürzer als die Schweizerinnen, Italienerinnen, Norwegerinnen und Schwedinnen, jedoch länger als Ungarinnen, Ukrainerinnen, Türkinnen und Russinnen. Die Polen leben länger als die Russen, Türken, Ukrainer und Ungarn, jedoch kürzer als die Tschechen, Franzosen, Portugiesen und Engländer.

Die Geburtenrate fällt weiterhin. 1996 wurden 428 200 und 2000 nur 378 000 Kinder geboren. 1883 wurden 723 000 Kinder geboren.


Die Geburtenrate ist 1945-1955 am stärksten gestiegen. Die meisten Kinder wurden 1955 geboren: 19,5 ‰ (532 000 Neugeborene). Nach 1955 fiel die Geburtenzahl stetig, praktisch bis 1969, als die natürliche Zuwachsrate auf 8,2 ‰ kletterte (268 000 Neugeborene). 1970 gab es einen Anstieg. Die Geburtenzahl nahm schrittweise zu und erreichte 1976 den Wert von 10,7 ‰. 1984-1990 ging sie wieder zurück und bis 2000 sank sie sehr stark. Diese Tendenz hält an:

1990 – 4,1 ‰

1994 – 2,5 ‰

1995 – 1,2 ‰

1998 – 0,5 ‰

1999 – 0 ‰

 

 

Viele junge Menschen studieren und arbeiten. In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Studenten verdreifacht. Die jungen Leute konzentrieren sich auf ihre Karriere, gründen eigene Firmen und verlegen immer häufiger die Eheschließung und das Kinderkriegen auf später. Anfang der 90er Jahre haben die Polinnen im Schnitt mit 22 Jahren geheiratet, Mitte der 90er mit 23 Jahren und nach den neuesten Angaben heiraten sie im Alter von 24 Jahren. Die Polinnen bekommen meist zwischen dem 25. und 29. Lebensjahr Kinder (Anfang der 90er: im 20.-24. Lebensjahr). Je höher ihre Ausbildung, desto später gebären sie ihre ersten Kinder (etwa mit 30 Jahren). Gleichzeitig steigt die Zahl jener Frauen, die überhaupt nicht heiraten. Inzwischen sind es 20 % (Anfang der 90er waren es 5 %). In dieser Hinsicht ähnelt Polen der Schweiz und Schweden. Das populärste Familienmodell ist 2+2, obwohl sich immer mehr Eltern für ein Einzelkind entscheiden.


In der Nachkriegszeit sind die meisten Ehen 1948 geschlossen worden – 319 200. Die 1945-48 beobachtete, kurzfristig gestiegene Zahl der Eheschließungen wird mit Kompensationsprozessen erklärt. Seit 1949 wurden immer weniger Ehen geschlossen. Es hatte sich bis Ende der 50er Jahre bei 260-270 000 Ehen pro Jahr eingepegelt. Anfang der 60er Jahre wurde noch weniger geheiratet. 1965 wurde der Tiefststand in der Nachkriegsgeschichte mit 199 900 Eheschließungen verzeichnet. Ab 1966 stieg diese Zahl wieder, bis sie 1974 schon 330 800 erreichte. Seit 1975 ist sie erneut rückläufig. 2000 gab es 211 100

Hochzeitspaare. Immer häufiger kommt es zu Scheidungen:

1946 – 8000 Scheidungen

1960 – 14 800

1970 – 34 600

1980 – 39 800

1990 – 42 400

2000 – 42 700


 

 

 

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